TravelWerkstatt Workshops

Wie bestimmen wir unseren Strom- und Energiebedarf? Wieviel Wasser brauchen wir beim Reisen? Was für eine Grundausstattung an Lebensmitteln ist sinnvoll? Wählen wir Gas oder Diesel für die Heizung? Solche und weitere Fragen stellen sich, wenn man autark mit dem Reisemobil unterwegs sein möchte. In unseren TravelWerkstatt Workshops beantworten wir diese Themen und geben Erfahrungstipps und Trick weiter.

TravelWerkstatt Workshops

Tech-Talks: Stromversorgung mit Demo-Aufbau „Kochen mit Gas oder Strom?“

Am Suisse Caravan Salon in Bern vom 28.10. – 01.11.2021 gibt es am Stand von TravelBistro.ch einen spezifischen Talk zum Thema «Autarkie: Stromversorgung im Reisemobil». Dabei werden die Versorgungsmöglichkeiten Gas und Strom genauer unter die Lupe genommen. Zusätzlich werden weitere neue Technologien vorgestellt, die eine neue Dimension der Stromversorgung beim Reisen eröffnen und in Zukunft einen immer grösseren Stellenwert einnehmen werden. Kommt vorbei, wenn unsere Weltenbummler Thorleif und Patrick über dieses Thema diskutieren und informieren!

Freitag, 29. Oktober 16.30-17.00 Uhr

Samstag, 30. Oktober 13.00-13.30 Uhr

Sonntag, 31. Oktober 11.30-12.00 Uhr

Der Hintergrund

Autark sein – auf keine Unterstützung angewiesen, unabhängig von äusseren Einflüssen, sich selbst versorgen, das ist für uns der Inbegriff von Freiheit. Dies ist die Art, wie wir seit Jahren gerne die Welt entdecken. Und vor allem auch, wie wir in Zukunft auf Reisen gehen möchten.

Damit dies möglich wird, bauen wir unsere eigenen Reisemobile, zugeschnitten auf uns und unsere Vorlieben. Als Basisfahrzeuge dienen uns zwei Feuerwehrautos Mercedes Benz 1224 und 1535. Unser Basislager liegt zurzeit in Weesen am Westufer des Walensees. Dort mieten wir eine Halle, die wir als Werkstatt zum Bau der Fahrzeuge eingerichtet haben.

Dort ist auch die Idee der TravelWerkstatt Workshops zum Thema Autarkie entstanden.

Seit Jahren befassen wir uns damit, welche Reisemobile für uns die richtigen sind. Durch viele Abklärungen, Gespräche, Reflektion und Bedürfnislisten haben wir gelernt, dass es das richtige Fahrzeug nicht gibt. Es gibt jedoch UNSERE perfekten Reisemobile.

Die Wahl ist für jeden Weltenbummler individuell und bedarf vielerlei Abklärungen und Überlegungen. Wo möchten wir hinfahren oder wie lange wollen wir reisen – sind nur zwei von unzähligen Fragen.

In unseren Workshops vermitteln wir Basiswissen und viele Erfahrungswerte rund um die Themen Elektrik, Wasser, Heizung und Lebensmittel. Gerne unterstützen wir Interessierte auch mit individueller Beratung ihr richtiges Fahrzeug zu finden.

Das neue Reisegefährt

Foto: TravelBistro

Die Macher

Wer sind denn nun aber «wir»? Simone & Thorleif, die Gründer von TravelBistro und ihre Freunde Iris & Patrick.

Simone & Thorleif

Australien, Namibia, Albanien, Sardinien – sind nur einige der Länder, die wir in den letzten Jahren zusammen bereist haben. Entweder waren wir mit unserem Nissan Pick-up mit Tischerkabine unterwegs oder haben ein Offroadfahrzeug vor Ort gemietet. In den letzten 18 Monaten entdeckten wir im Jura einsame Plätze und waren in den Nachbarländer Italien und Deutschland unterwegs.

In der Ruhe der Natur, abseits vom Rummel des Alltags, in unseren eigenen vier Wänden können wir entspannen und Energie tanken. Mit vollem Wasser- und Dieseltank und genügend Lebensmittel sind bis zu fünf Tage Autarkie mit dem Pick-up möglich. Auf unseren Abenteuerreisen sammelten wir viel Erfahrung, wie wir uns auf kleinem Raum organisieren und die Gemütlichkeit trotzdem nicht zu kurz kommt. Auch wenn mal die Heizung aussteigt oder das Wassersystem undicht wird, ist das richtige Werkzeug dabei.

In Zukunft möchten wir länger und weiterreisen, neue Kulturen kennenlernen und ortsungebunden sein. Aus diesem Grund kauften wir diesen Sommer ein altes Feuerwehrauto mit Jahrgang 1995, welches wir nun anfangen zu unserem Reisemobil umzubauen. Technik und Ästhetik sind uns dabei wichtig.

Die Aufteilung der Fachkompetenzen bei unserem neuen Projekt sind schnell erklärt. Thorleif arbeitet seit 30 Jahren im Sondermaschinenbau und ist unser Technikfreak, Simone ist seit drei Jahrzehnten in der Kommunikationsbranche tätig und hat ein Flair für Farben und Accessoires.

In Italien autark unterwegs

Foto: TravelBistro

Iris & Patrick

Individuelles Reisen ist seit Kindertagen in unseren Genen. Quer durch Europa mit Auto & Zelt, Reisen nach Nordafrika sowie Namibia und Südafrika sind Teil unserer Erfahrungen. Auch ein mehrjährige Backpacker-Trip in Zentralamerika hat uns um viele Erfahrungen und Erlebnisse reicher gemacht.

Ein mehrmonatiger Roadtrip mit dem Wohnmobil in den USA und Kanada zeigte uns auf, was es braucht, um in der Natur und abseits von Campingplätzen autark zu sein. Wir lernten welche Dinge wichtig sind, um abgeschieden in der Natur zu leben.

Unser Wunsch zeitlich und örtlich ungebunden zu sein, wurde immer stärker. So haben wir uns im Jahr 2019 entschieden, dass ein Expeditionsfahrzeug für uns das ideale zukünftige Zuhause ist. Da unsere Bedürfnisse sehr individuell sind, nehmen wir das Projekt eigenständig in die Hand. Wir haben ein Feuerwehrfahrzeug mit Jahrgang 1992 gekauft, welches nun zum Basisfahrzeug unseres Reisegefährts umgebaut wird. In einer zweiten Phase realisieren wir das Habitat auf einer Wohnfläche von 12.2 m2. Dies mit allen Annehmlichkeiten einer kleinen Wohnung und ausgelegt für vier Wochen Autarkie.

Das Projekt realisieren wir als ergänzendes Team – Patricks fundierter technischer Hintergrund im Bereich Elektronik & Elektrik sowie in der Metall- und Holzbearbeitung wird durch das Know-how von Iris im Bereich von Innendesign, Materialkenntnisse und Leben auf engstem Raum und mit einfachen Mitteln ergänzt.

In den USA unterwegs

Foto: Patrick Frutiger

Die Workshops

Wie bestimmen wir unseren Strom- und Energiebedarf? Wieviel Wasser brauchen wir beim Reisen? Was für eine Grundausstattung an Lebensmitteln ist sinnvoll? Wählen wir Gas oder Diesel für die Heizung?

Diese und viele weitere Fragen tauchen auf, wenn man anfängt sich mit seinem Reisefahrzeug auseinander zu setzen. Der Dschungel an Informationen ist riesig, es braucht enorm viel Zeit, sich einen Überblick zu verschaffen.

Mit unserer ersten Serie an Workshops zum Thema Autarkie möchten wir unser gesammeltes Wissen und unsere Erfahrungswerte gerne an Weltenbummler und zukünftige Abenteuerreisende weitergeben. Nachfolgend ein Auszug aus den Themenschwerpunkten der Workshops.

Elektrik

Unabhängig sein und in der Natur verweilen, so lange wie man möchte, aber trotzdem die Annehmlichkeiten wie zu Hause geniessen – das stellt hohe Anforderungen an die Stromversorgung im Reisemobil. Sollen doch die Akkus von Handy, Drohnen und Laptops immer vollgeladen sowie der Kühlschrank schön bei 4-6° eingependelt sein. Und wenn es dunkel wird, sollte noch genügend Licht in der Kabine sein, um zu kochen oder zu lesen.

Moderne Elektroanlagen kommen nah an diese Idealvorstellungen heran. Es gibt jedoch einige wichtige Punkte zu beachten. Steht man z.B. in den Wintermonaten mit seinem Reisegefährt im Norden oder das Wetter ist über mehrere Tage schlecht, dann liefert auch die beste Solaranlage nicht genügend Energie, um den Strombedarf zu decken. Auch ein üppig dimensionierter Speicher in Form von LiFePo4 Akkus ist leider irgendwann leer.

Die Auslegung einer Elektroanlage im Reisemobile hängt stark von den Reisegewohnheiten ab. Reist man eher in wärmere Länder und steht z.B. mit einer gut isolierten Kabine in der Sonne, können Solarzellen genügend Strom generieren. Hält man sich nur kurze Zeit an den jeweiligen Standorten auf und fährt regelmässig, dann lädt der Motor die Akkus mit einem Ladebooster wieder auf.

Unterwegs in Albanien

Foto: TravelBistro

Wasser

Im Gegensatz zu elektrischer Energie kann man Wasser nicht einfach generieren oder gewinnen. Wasser muss aus verschiedenen Quellen bezogen und gespeichert werden. Die Speicherung ist relativ einfach mit Tanks möglich. Aber: Wasser ist schwer, 1 Liter Wasser entspricht 1 Kilo Gewicht, das darf man nicht ausser Acht lassen. Die benötigte Zuladung ist deshalb eine der wichtigsten Grössen, die richtig kalkuliert werden muss. Auf Reisen hat man zudem leider nicht immer eine vertrauenswürdige Wasserquelle zur Verfügung. Die Aufbereitung und Filterung ist deshalb ebenfalls ein enorm wichtiges Thema.

Wie lange kann ich Wasser eigentlich in einem Tank lagern und wieviel Wasser brauchen wir, sind weitere lebenswichtige Fragen. Der Wasserbedarf pro Person ist im Wesentlichen abhängig von der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, der körperlichen Aktivität aber auch von der Höhe über Meer, auf der man sich gerade aufhält. Wichtig ist auch den Rückweg bei der Planung einzuberechnen, da es durchaus vorkommen kann, dass man nicht überall weiterkommt und umdrehen muss. Auf das Duschen kann man notfalls verzichten aber auf das Trinken definitiv nicht.

Wasserentnahme in Marokko

Foto: TravelBistro

Lebensmittel

Jeder der gerne einen Wocheneinkauf macht, der weiss, dass dieser eine gewisse Planung voraussetzt und wenn man den Supermarkt verlässt, rollt der Einkaufswagen meistens nicht mehr ganz so leicht, da sich einige Kilos Esswaren angehäuft haben. Was man im Reisemobil gerne vergisst, ist die Grundausstattung von Lebensmitteln einzuplanen, die man zu Hause immer auf Vorrat hat. Dazu gehört auch ein sinnvoll durchdachter Notvorrat. Beide Punkte verursachen Gewicht, das nicht unerheblich ist und bei der Planung eingerechnet werden muss.

Ein Thema, das zu Hause wie auch auf Reisen zum Lebensmittelverbraucht dazu gehört, ist die Müllentsorgung. Heute ist oft alles mehrfach verpackt, was schnell zu einer grossen Menge Abfall führt. Wichtig dazu auf Reisen zu bedenken ist: Haben wir überhaupt Platz dafür vorgesehen im Reisemobil? Und last but not least hat man neben Dosen und der Grundausstattung auch gerne Frischwaren mit dabei. Viele dieser sollten für die Haltbarkeit möglichst kühl gelagert werden. Speziell in heissen Gegenden kann dies zu einer Herausforderung werden, wenn man länger autark unterwegs sein möchte.

Heizung

Neben Wasser und Essen gehört auch Wärme zur Gemütlichkeit im Reisemobil. Selbst in südlichen Gegenden kann eine warme Dusche viel zum Komfort beitragen. Egal wo, wird es manchmal in der Nacht empfindlich kalt. Da ist es angenehm, wenn die Kabine beim Morgenkaffee schön warm ist und man in Ruhe das Frühstück vorbereiten und geniessen kann.

In kalten Gegenden kann eine gute Heizung überlebenswichtig sein. Die Grundfragen beim Thema Heizung sind immer wieder die gleichen:  Gas oder Diesel – oder sogar Strom? Wasser- oder Luftheizung? Wollen wir auch eine gewisse Redundanz aufbauen? Wichtig ist, die Vor- und Nachteile auf seine eigenen Bedürfnisse bezogen zu analysieren und dementsprechend zu entscheiden und zu planen. Wer nach diesen Grundfragen noch nicht genug hat, der kann noch einen Schritt weitergehen und sich Gedanken zu weiteren Zusatzheizungen machen. Wäre zum Beispiel ein kleiner Holzofen gemütlich und schön?

Wer längere Zeit autark unterwegs sein will, muss sehr vieles bedenken. All diese Aspekte beleuchten wir in unseren Workshops.

Navigation in den USA

Foto: Patrick Frutiger

Nächste Workshops in Weesen

Elektrik für Einsteiger

Kochen wir im Fahrzeug mit Strom, Gas oder Diesel? Welche Gefahren müssen beachtet werden? Solche und weitere Fragen tauchen beim Kauf oder Selbstausbau von einem Reisemobil auf.

Wenn Du die wichtigsten Punkte rund um das Thema Elektrik besser verstehen möchtest, bietet unser Workshop eine gute Gelegenheit, sich damit vertraut zu machen. Wir vermitteln Dir das Basiswissen für die Elektrik in Deinem Reisemobil: Von den wichtigsten Grundlagen der Elektrotechnik über die Komponentenauswahl bis hin zu Stromquellen, Technologien und Vorschriften. Die Theorie werden wir mit Praxisbeispielen aufpeppen und an Demoaufbauten Schritt für Schritt erklären. Dauer ½ Tag.

Elektrik für Fortgeschrittene

Du hast den Basisworkshop bereits besucht oder bist sonst fit in Sachen Elektrotechnik? Dann besuche unseren Workshop Elektrik im Reisemobil für Fortgeschrittene. Hier vertiefen wir die Informationen und erklären Dir fundiert die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten und sprechen über wichtige Details bei der Installation der Elektrik im Reisemobil. Mittels praktischer Übungen verdrahten wir Komponenten, crimpen Kabel und testen verschiedene Aufbauten. Dabei zeigen wir die häufigsten Fehler bei Elektroinstallationen auf. Dauer 1 Tag.

Die Teilnehmerzahl pro Workshop ist beschränkt auf 10 Personen. Daten 2022 werden im Januar kommuniziert.

Autark in Albanien

Foto: TravelBistro

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TravelWerkstatt

Thorleif Brandsberg und Patrick Frutiger

Untere Schwärzistrasse 56i

8872 Weesen

workshop@travelwerkstatt.ch

Roadtrip durch die USA

Foto: Patrick Frutiger

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