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Top 5 – Die schönsten Städte rund ums Mittelmeer

Das Mittelmeer ist seit Jahrtausenden Sehnsuchtsort und Wiege der Kulturen. Klar, dass hier auch einige der schönsten Städte Europas entstanden sind. Wir haben fünf Cities herausgesucht, die man unbedingt gesehen haben sollte.

Top 5 – Die schönsten Städte rund ums Mittelmeer

Barcelona, Spanien – Zu schön, um wahr zu sein

Spaniens Schmuckstück am Mittelmeer ist und bleibt die katalanische Hauptstadt Barcelona – sehr zum Leidwesen der Bewohner. Der Tourismus nimmt in der Hauptsaison im Sommer teils unerträgliche Ausmasse an. Einen Grund nicht hinzufahren, ist das nicht. Man sollte allerdings im Frühling oder Herbst vorbeischauen. Dann sind die Temperaturen immer noch warm genug, um am Strand von Stadtteil Barceloneta mal schnell ins Meer zu hüpfen.

Die Faszination Barcelonas liegt allerdings nicht nur an dessen Nähe zum Meer, sondern vor allem am Mix der Baustile. Einzigartig sind die Jugendstil-Gebäude im Quartier Eixample, der in Spanien «Modernisme» genannt wird. Wichtigster Vertreter war der Architekt Antoni Gaudí, dem Barcelona seine bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zu verdanken hat, darunter die Kirche Sagrada Família, an der schon über 100 Jahre gebaut wird – und die erst in diesem Jahr eine offizielle Baugenehmigung erhalten hat.

Unser Sightseeing-Tipp Kunst gibt es nur in langweiligen Museen? Von wegen! In Barcelona findet sich Kunst an jeder Ecke: an Hauswänden, Stromkästen oder Ladentüren. Die Stadt ist ein Mekka für Street Art Künstler und Graffiti-Sprayer. Eine Barcelona Street Style Tour zeigt die schönsten Werke.

Bacelona Mittelmeer Stadt

Foto: Shutterstock

Marseille, Frankreich  – Neu poliertes Image

Die Hafenstadt Marseille hat seit jeher ein Image-Problem: Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Verfall. Auch wenn nicht alles rosig ist: Marseille ist eine Top-Citydestination, die gerade durch ihre Kontraste und das multikulturelle Flair begeistert. Ausserdem hat sich in den letzten Jahren viel getan. Seit dem Kulturhauptstadtjahr 2013 poliert die älteste Stadt Frankreichs kräftig an ihrem Image. Unter dem Namen «Euroméditerranée» gestaltet man grosse Teile um den Hafen neu, inklusiver Wohnungen und Geschäftshäuser. Sehenswert sind die Neubauten des Kulturzentrum Villa Méditerranée und des Museums MuCEM, das die Kulturen des Mittelmeerraumes zum Thema hat.

Unser Gourmet-Tipp Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse wurde in Marseille erfunden. Das Touristenbüro bietet einen Bouillabaisse-Kochkurs an.

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Neapel, Italien – Pizza, Pasta, Lebensgenuss

Eigentlich müsste man Neapel alle kulinarischen Auszeichnungen der Welt um den imaginären Hals hängen. Denn in Napoli wurde das genialste Gericht der Menschheitsgeschichte erfunden: die Pizza! Die Legende besagt, dass ein Bäcker am 11. Juni 1889 Königin Margherita ein neuartiges Gebäck in den Nationalfarben Italiens präsentierte: Rot (Tomaten), Weiss (Mozzarella) und Grün (Basilikum) – die Pizza Margherita war geboren. Angeblich besitzt die Pizzeria Brandi noch das königliche Dokument, das die Erfindung bestätigt (Adresse: Salita S. Anna di Palazzo). Bekannt ist zudem die Pizzeria Da Michele – ein Schauplatz in dem Film «Eat, Pray, Love» mit Julia Roberts (Adresse: Via Cesare Sersale).

Was gibt es sonst noch zu sehen? Die unterirdischen Strassen aus der Römerzeit, das Gassengewirr der Altstadt, den brodelnden Vulkan Vesuv, das schönste Opernhaus Italiens und die Ausgrabungen von Pompei in der Nähe. Aber ehrlich: Alleine für die Pizzen lohnt ein Besuch!

Unser Einkauf-Tipp Das Italiener sehr viel Augenmerk auf ihr Äusseres legen, ist längst kein Geheimnis mehr. Klar, dass man in Italien besonders gut auf Fashion-Tour gehen kann – da bildet Neapel keine Ausnahme. Das Gute: Hier findet man nicht nur die internationalen Ketten, sondern noch viele unabhängige Boutiquen. Eine der besten Shopping-Strassen ist die Via Toledo im Quartier Spagnoli.

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Split, Kroatien – Leben wir ein römischer Kaiser

Die Bewohner von Split nehmen es mit ihren Kulturschätze ziemlich locker: Sie wohnen mittendrin. Sie hängen ihre Wäsche an antike Säulen und feiern Partys, wo einst der römische Kaiser lustwandelte. Denn das historische Zentrum der Stadt ist nichts Geringeres als der Palast des römischen Kaisers Diokletian (245 bis 312 n. Chr.), der sich hier an der Adria sein Alterssitz bauen liess. Und nachdem das Römische Reich keine 150 Jahre später zu Asche zerfiel, baute man ohne Skrupel mittelalterliche Häuser und Renaissance-Palazzi mittenhinein in den Herrschaftssitz. Split ist das spannendste Kultur- und Architektur-Hybrid Europas. Konsequenterweise wurde die Hauptstadt Dalmatiens 1979 zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.

Unser Übernachtung-Tipp Am elegantesten schläft es sich im Boutiquehotel Vestibul Palace mitten im römischen Palast. Das kleine, aber feine Haus besitzt nur sieben Zimmer. Zwischen den römischen und mittelalterlichen Mauern fühlt man sich beinahe wie ein Zeitreisender. 

Thessaloniki, Griechenland – Griechenlands Zweite ist eigentlich die Erste

Alte griechische Märkte, römische Ruinen und ein vibrierendes Nachtleben: Das ist Thessaloniki. Griechenlands «second city» sei in Wirklichkeit die schönste Stadt des Landes, sagen viele. Die Römer herrschten hier, die Osmanen eroberten die Stadt, dann kamen die Griechen zurück – der Kulturenmix hat nicht nur Bauten, sondern auch Lebensgefühl und kulinarische Leckereien hinterlassen (unbedingt die süssen Baklava probieren). Ein Muss ist der Stadtteil Ano Poli, der den verheerenden Brand von 1917 praktisch unbeschadet überstanden hat. Engen Gassen und die byzantinische Festung aus dem 4. Jahrhundert vermitteln ein Flair von anno dazumal.

Unser Wellness-Tipp Nirgendwo ist das osmanische Erbe der Stadt, die lange Zeit unter der Herrschaft der orientalischen Dynastien standen, so gut fassbar wie in den alten türkischen Badeanstalten. Der bekannteste Hamam der Stadt ist das Yahudi Hamam aus dem 16. Jahrhundert.

Thessaloniki Stadt Mittelmeer

Foto: Travel Bistro

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