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Kulinarische Osterreise

Ostern wird überall auf der Welt gefeiert. Mit diesem Datum endet auch die 40tägige Fastenzeit, wo viele auf Fleisch, Alkohol und Süsses verzichten. Der richtige Zeitpunkt also am Osterwochenende wieder mal zu Schlemmern. Wir haben einen Mix aus Oster-Spezialitäten aus der ganzen Welt zusammengetragen.

Kulinarische Osterreise

An Karfreitag und Ostern feiern Christen den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus. Die Feiertage stehen auch für die ersten warmen Tage im Jahr, fürs Aufblühen der Pflanzen, viel Brauchtum und für traditionelle Gerichte. Wer während den Osterfeiertagen schon in fremden Ländern unterwegs war, erlebte dabei sicherlich spannende kulturelle und kulinarische Einblicke. Was bei einem Tour d’Horizon durch die Osterspezialitäten auffällt: an Ostern dominieren bei den traditionellen Gerichten vor allem Fischsuppe und Hefegebäck! 

Italien 

Typisch an Ostern werden in Italien eine kräftige Lammsuppe, die Torta Pasqualina (eine Blätterteigspeise mit Ricotta, Ei und Spinat) sowie die klassische Colomba, das bekannte süsse Hefegebäck in Form einer Friedenstaube gegessen.

Foto: Shutterstock

England 

Hefegebäck gibt es auch in England. Am Karfreitag verspeisen die Engländer Hot Cross Buns, süsse Brötchen mit kreuzförmiger Einritzung, welche an die Kreuzigung von Christi erinnern soll. Auf dieses Ostergebäck trifft man auch in Irland, Australien und Südafrika.

Griechenland 

Als Hauptspeise an Ostern wird in Griechenland eine starke Lammbrühe serviert. Zum Dessert folgt Tsoureki, ein Osterbrot als Kranz geformt, welcher mit rot gefärbten Eiern verziert wird. Landestypisch werden die Gewürze Mastix (Baumharz von der Insel Chios) und Machlepi (aus Kern von Felsenkirschen) verwendet. Diese sind bei uns nicht so einfach zu finden.

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Russland

Auch in Russland ist das Gericht Nummer 1 an Ostern ein süsses Gebäck namens Kulitsch. Gewürzt mit Safran, Kardamom und Muskat wird es in einer Art Blumentopf gebacken. Damit das Ganze noch etwas süsser wird, bekommt der Kuchen vor dem Servieren einen Zuckerguss und wird mit Früchten oder Mandeln dekoriert.

Finnland 

Im hohen Norden wird am Karfreitag Mämmi aus Braumalz, Roggenmehl, Salz, Zuckersirup und Bitterorange gegessen. Dieser nach Bier schmeckende Pudding, wird in mehreren Etappen zubereitet und im Ofen für einige Stunden gebacken. Traditionell wird dieser am Karfreitag kalt, oftmals mit Vanilleglace und Rahm, gegessen.

Ecuador

An Ostern kommt im südamerikanischen Land Fanesca auf den Speiseplan. Dies ist eine Suppe mit gesalzenem, getrockneten Fisch (vor der Verwendung wird er eingeweicht), 12 verschiedenen Hülsenfrüchten und Gemüsen wie Kürbis oder Lauch (die Zahl symbolisiert die 12 Apostel), Reis, Erdnüsse, Rahm und Eier. Nicht fehlen darf die ecuadorianische Knollenart Melocco. 

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Portugal

Kein Hefegebäck und auch keine Suppe, bei den Portugiesen gibt es an Ostern Bacalhau, sprich Fisch, der mit Kartoffeln, Rüebli, Eiern und Bohnen serviert wird. Eine abgewandelte Version mit Zwiebeln, Tomaten sowie Kartoffeln und im Ofen geschmort, gibt es auch in Brasilien. 

Brasilien

Zum Nachtisch darf in Brasilien an Ostern Paçoca de amendoim nicht fehlen. Dazu werden Erdnüsse gemahlen und mit Zucker sowie Maniokmehl vermischt. Dieses Dessert ist sehr süss, deshalb unbedingt etwas zum Trinken bereithalten, sollte man diese Spezialität probieren.

Polen

Zurek lautet das Stichwort in Polen an Ostern. Die Osterspezialität ist eine saure Mehlsuppe aus gegorenem Roggenschrot. Oftmals wird noch Buttermilch dazu gemischt. Das Festmahl wird mit Zwiebeln, Kartoffeln, Knoblauch, Rahm und natürlich Eiern verfeinert. Oft wird sie auch mit Wurst, Speck und Schweinerippchen ergänzt.

Zypern 

Am Gründonnerstag werden sogenannte Flaounes gebacken. Dies sind mit Käse gefüllte Hefetaschen. Speziell: es wird ein spezieller Käse verwendet, der beim Backen aufgeht und nicht so schnell schmilzt. Traditionell wird das Gebäck in einem Lehmofen gebacken. Gegessen werden die Spezialitäten ab dem Ostersonntag.

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Zum Ausprobieren

Wer in den kommenden Tagen gerne ein Rezept ausprobieren möchte, nachfolgend eine Rezept-Variante des Hefegebäcks aus Griechenland.

Tsoureki 

Zutaten

125 ml lauwarme Milch
20 gr. frische Hefe
40 gr. Butter
80 gr. Zucker
2 Eigelb
1/2 TL Machlepi (kann ersetzt werden durch eine Mischung aus Muskat und Vanille)
1/2 TL Mastix (kann ersetzt werden durch Orange- und Zitroneabrieb)
350 gr. Mehl

1 hartgekochtes Ei, mit Lebensmittelfarbe rot gefärbt

Zum Bestreichen

1 Eigelb
Mandelplättchen oder Hagelzucker 

Zubereitung

Aus den Zutaten einen glatten Teig zubereiten. Drei Teile formen und zugedeckt gehen lassen, bis der Teig ums Doppelte aufgegangen ist. Aus jedem Teil eine Rolle formen, nochmals etwas ruhen lassen und zu einem langen dünnen Strang formen.

Einen Zopf flechten und kranzförmig verbinden. Nochmals zudecken gehen lassen.

Das Osterei einfetten und in die Mitte des Zopfes stecken. Den Kranz mit Eigelb bestreichen, Mandelplättchen oder Hagelzucker darüberstreuen.

Bei 170° Grad für rund 30-40 Minuten backen.

En Guete!

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