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Autarkie: Stromversorgung unterwegs

Das Unterwegssein mit einem Reisemobil stellt viele verschiedene Herausforderungen dar. Eine davon ist Autarkie in Bezug auf die Energieversorgung. Wie diese Unabhängigkeit technisch umgesetzt werden kann, zeigen wir genauer auf.

Autarkie: Stromversorgung unterwegs

Autarkie kann einfach ausgedrückt mit Unabhängigkeit gleichgesetzt werden. Was bedeutet diese Unabhängigkeit im Reisealltag mit Fahrzeug? Sie steht dafür, dass man mehrere Tage, im Idealfall sogar Wochen, unterwegs sein kann, ohne einen Campingplatz oder Geschäfte aufsuchen zu müssen. Das heisst fernab der Zivilisation leben und überleben können. Um dieses Ziel zu erreichen, gilt es diverse Aspekte genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn Autarkie muss in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden: Stromversorgung, Wärme/Heizung, Wasser und Lebensmittel. Im ersten Teil unserer Serie Autarkie befassen wir uns mit dem Thema Stromversorgung.

Kochen mit Gas

Foto: Shutterstock

Vor- und Nachteile von Kochen und Heizen mit Gas

Die einfachste Art und Weise in einem Reisemobil zu kochen und zu heizen, ist mit Gas. Es ist eine sehr effiziente Energiequelle, welche einfach zum Handhaben ist und günstig eingebaut werden kann. Ein grosser Nachteil ist die Sicherheit beim Umgang mit Gas. Wird die Gasflasche nicht korrekt angeschlossen, kann Gas ausströmen und so ein Sicherheitsrisiko darstellen. Weitere Nachteile dieser Energiequelle sind, dass Campinggas in grossen Flaschen nicht überall erhältlich ist, die Anschlüsse in jedem Land verschieden sind und gerade bei aufwendigerem Kochen und zusätzlichem Heizen, der Gasvorrat relativ bald aufgebraucht ist. Zudem kann man zwar mit Gas das Kochen und Heizen ermöglichen, hat aber damit noch keinen Strom für elektronische Geräte oder Lichtquellen. Das heisst dafür müssen noch separate Lösungen gefunden werden.

Reine Stromversorgung im Reisemobil

Für wen die Nachteile von Gas zu gross sind und auf der Suche nach einer noch autarkeren und umfassenderen Energieversorgung ist, der kann heutzutage diese Problemstellung relativ gut mit Strom lösen. Lange Zeit war Strom im Reisemobil ausschliesslich für Licht und kleinere elektrische Verbraucher geeignet. Strom zu erzeugen, war dank der Montage von Solarzellen oder zusätzlichen Batterien für den Wohnaufbau möglich. Die dazu viel verwendeten AGM oder Bleisäure Batterien haben jedoch diverse Nachteile. Sie sind schwer und man kann maximum 50% der gespeicherten Energie entnehmen. Fährt man wenig, reicht die Zeit oft nicht, um die Akkus über die Lichtmaschine voll zu laden. Stellt man das Reisemobil im Schatten auf oder hat ein paar Schlechtwettertage, passiert auch mit den Solarzellen wenig. Ein revolutionärer Schritt wurde mit der Verfügbarkeit von neuen LiFePo4 Akkuspeichern erreicht. Nun kann durch Sonnenenergie genügend Strom gespeichert und so insbesondere in Regionen mit viel Schönwettertagen eine lange Autarkie erreicht werden. Wer gerne mehr fährt, kann mit der Lichtmaschine und einem geeigneten Ladegerät die Akkus in kurzer Zeit wieder vollladen – auch bei schlechtem Wetter oder im nordischen Winter. Diese Entwicklung ist ein wichtiger Meilenstein in Richtung längerfristiger Autarkie, insbesondere auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und dem kleinen Fussabdruck, den man beim Vanlife hinterlassen möchte.

Autarkie in Australien

Foto: TravelBistro

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