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Mittelmeer – 7 schöne Inseln, die niemand kennt

Die Inseln im Mittelmeer sind jeden Sommer das Ziel hunderttausender Touristen. Dennoch gibt es Geheimtipps zu entdecken, die abseits der Besuchermassen liegen. Das sind die 7 schönsten Inseln, die kaum jemand kennt.

Mittelmeer – 7 schöne Inseln, die niemand kennt

Île de Cavallo, Frankreich – Hideaway der Superreichen

Die Reichen und Schönen haben bekannterweise ein Näschen für schöne Spots. Kein Wunder also, dass sich die kleine Insel Cavallo vor der Südküste Korsikas zum Hidaway der oberen Zehntausend gemausert hat. Die Musikerinnen Beyoncé und Alicia Keys sollen hier angeblich ein Feriendomizil besitzen. Das Setting des 1,2 Quadratkilometer grossen Eilands ist aber auch zu schön: Die naturbelassenen Buchten sind gespickt mit Granitfelsen, die an die Seychellen erinnern. 

Und weil die Reichen es ruhig lieben, gibt es keinerlei touristische Infrastruktur ausser einem einzigen Hotel. Das Hotel des Pêcheurs gruppiert sich um den kleinen Jachthafen mit tollen Blicken aufs Meer. Bei einem Besuch sollte man übrigens zweierlei mitbringen: genügen Kleingeld für das Hotelzimmer (in der Hauptsaison 500 Franken/Nacht aufwärts) und genügend Bücher für die ruhigen Stunden. 

Unser Restaurant-Tipp Auf der Insel gibt es nur zwei Restaurants. Nebst dem Restaurant im Hotel des Pêcheurs findet sich im Inselinneren noch das La Ferme. Das Restaurant sitzt auf dem einzigen Hügel der Insel – der Ausblick ist also superb.

Unbekannte Insel Mittelmeer Cavallo Strand

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Kythira, Griechenland – Der Geburtsort einer Göttin

Aphrodite, die Göttin der Liebe und Schönheit, hatte wahrlich einen guten Geschmack für ihren Geburtsort: Auf der Insel Kythira soll sie aus dem Schaum gestiegen sein. Die Insel liegt etwa 12 Kilometer südlich der Peloponnes-Halbinsel und damit abseits der Touristen-Hotspots in der östlichen Ägäis. Grosse Hotelkomplexe gibt es hier ebenso wenig wie Beach-Rambazamba und Souvenirläden-Wahnsinn. 

Zu besichtigen gibt es handkehrum herzige Dörfer in typisch weissem Look, sowie alte Kirchen und einige Überbleibsel der Venezianer, die hier eine Burg errichteten. Sightseeing-Highlight ist die Kirchenhöhle Agia Sofia, in welcher mittelalterliche Fresken überlebt haben. Wer es aktiver mag, kann die Insel zudem auf 32 ausgeschilderten Wanderwegen erkunden – oder sich wie Aphrodite in den Fluten tummeln.

Unser Ausflugs-Tipp Potamos im Norden ist das schönste Dorf der Insel. In den vielen Cafés und Restaurants lässt sich gut die Zeit vertreiben. Ein Muss ist der sonntägliche Markt – ein Mix aus Gemüse- und Flohmarkt.

Unbekannte Insel Mittelmeer Kythira Griechenland

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Filicudi, Italien – Die Insel aus einer anderen Zeit

Es ist ein gutes Zeichen, wenn der berühmte Reiseführer Lonely Planet für eine Destination nicht einmal eine ganze Seite erübrigt: Dann kann man sicher sein, dass sich hierher kaum Touristen verirren. So ein Fleckchen ist die kleine Insel Filicudi, eine von den sieben Liparischen Inseln nördlich von Sizilien, die wegen ihrer Vulkanlandschaft zum Unesco-Welterbe gekürt wurden. Keine Sorge: Die drei Vulkane, die für eine eindrückliche Topographie sorgen, schlummern seit langen friedlich unter der italienischen Sonne.

Sehenswürdigkeiten, die zu einem Instagram-Hit taugen, gibt es hier nicht, dafür Beschaulichkeit und ursprüngliches Inselleben. Wer dem leidigen Alltagsstress mal ein Schnippchen schlagen will, ist auf dieser unaufgeregten Insel genau richtig.

Unser Übernachtungs-Tipp Der Schweizer Sänger Roland Zoss ist oft auf Filicudi anzutreffen und vermietet Teile seines Hauses mit Blick über die blaue Weite des Tyrrhenischen Meeres als Ferienwohnung. Die Mindestmietdauer beträgt 10 Tage. Preise starten ab 42 Franken pro Person und Tag.

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Vis, Kroatien – Schöner als eine Filmkulisse

Dass man in Hollywood ein Händchen für tolle Filmlocations hat, ist bekannt. Deshalb war es nur eine Frage der Zeit, bis die Filmcrews auf der verträumten kroatischen Insel Vis Halt machten. Die Insel vor der dalmatinischen Küste fungiert als Schauplatz für den Musicalfilm Mamma Mia 2 – kein Bühnenbildner hätte den typisch mediterranen Charme so perfekt nachbauen können.

Denn Vis war für 40 Jahre militärisches Sperrgebiet, was wuchernden Massentourismus verhinderte. Deshalb strömen Besucher nun auf der Suche nach Authentizität und Ruhe auf die Insel, die zweieinhalb Fährstunden vom Festland entfernt ist. Wie fast überall in Kroatien ist die Küste felsig und steinig (weiche Unterlage mitbringen!). Da viele Buchten aber nur per Boot oder Wanderung zu erreichen sind, sünnelet man hier herrlich friedlich.

Unser Kulinarik-Tipp Vis gilt als das gastronomische Highlight der kroatischen Inseln. Eine besondere Erfahrung ist ein Besuch bei Familien, die auf Bestellung für Gäste landestypisch Kochen. Eine Liste der Anbieter finden Sie am Ende des Artikels.

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Serifos, Griechenland – Bilderbuchidylle ohne die Massen

Die Inselgruppe der Kykladen im ägäischen Meer ist fest in der Hand des Massentourismus. Insbesondere die Inseln Santorin, Naxos und Mykonos werden jeden Sommer von einem Schwarm Ferien- und Feierwilligen geflutet. Aber es gibt sie noch, die Geheimtipps – wie beispielsweise die Insel Serifos im Westen des Archipels. Die Insel-«Hauptstadt» Hora sitzt am Hang eines Berges – mit ihren weissen Häuschen und den kleinen Windmühlen ein typisches Postkartenmotiv. Ebenso malerisch ist der kleine Dorfplatz, auf dem das Café Stou Stratou Tische und Stühle aufgestellt hat, an denen man herrlich griechisch Schlemmen kann (unbedingt mal vorbeigehen!). Das Gros der Besucher nächtigt übrigens am Livadakia Strand in der Nähe des Hafens, der herrlich unaufgeregt ist.

Unser Strand-Tipp Der schönste Strand der Insel ist Sykamia im Norden. Ausser einer Taverne gibt es hier keine Infrastruktur; zudem verblüffend viele Bäumen, die angenehmen Schatten spenden. Allerdings ist der Strand nicht geeignet, wenn der Wind aus dem Norden weht. Dann wird es hier ungemütlich.

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Île SainteMarguerite, Frankreich – Auf der Spur eines Mysteriums

Nur einen Steinwurf vor der berühmten Uferpromenade von Cannes schwimmt die Île Sainte-Marguerite im Mittelmeer. Während die Touristen in der Hoffnung einen Star zu entdecken durch die Filmstadt streifen, gehts auf dem Eiland für südfranzösische Verhältnisse angenehm ruhig zu. Interessant ist die Insel nicht nur für Badenixen (es gibt einige sehr schöne Buchten), sondern vor allem für Geschichtsinteressierte.

Auf der Insel befand sich einst ein Staatsgefängnis, in dem im 17. Jahrhundert der berühmteste Gefangene Frankreichs inhaftiert war: der Mann mit der eisernen Maske, über dessen Identität bis heute gerätselt wird. War es der geheime Zwillingsbruder des französischen Königs Ludwig XIV? Das Faszinierende: Die Zelle, die extra für den Gefangenen gebaut wurde, ist noch zu besichtigen.

Unser Übernachtungs-Tipp Auf der Insel gibt es einige gute Restaurants, aber kein richtiges Hotel. Allerdings können im ehemaligen Gefängnis, das teilweise als Schullandheim ausgebaut ist, im Sommer auch Familien übernachten.

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Chios, Griechenland – Grüner Spot im blauen Meer

Chios vor der Küste der Türkei ist die fünftgrösse Insel Griechenlands und im Gegensatz zu vielen ihrer Schwestern verblüffend grün. Zitrusplantagen gibt es hier ebenso wie verwachsene Mastix-Bäume, welche das Harz für Mastixgummi liefern. Die Produktion (die grösste in Europa) brachte sogar einst einen berühmten Gast auf die Insel: Weltenentdecker Christoph Kolumbus untersuchte das Harz für seinen Schiffsbau. Im Städtchen Pyrgi steht sogar noch das Haus, in dem der Seefahrer genächtigt haben soll.

Eindrücklichste Sehenswürdigkeit der Insel ist das Kloster Nea Moni – einer der wichtigsten Sakralbauten Griechenlands aus dem 11. Jahrhundert. Grosse Hotelkomplexe gibt es keine (am besten man mietet sich ein Appartement). Massentourismus ist hier zum Glück ein Fremdwort.

Unser Wellness-Tipp Im Norden der Insel sprudelt Thermalwasser aus der Erde. Bei einem kleinen Wellnesszentrum kann man sich gesundbaden. Das mineralische Wasser soll insbesondere bei rheumatischen Wehwehchen helfen.

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