Must-Sees in Armenien

Armenien ist eine wahre Perle im Kaukasus mit über 3000-jähriger Geschichte, faszinierender Berglandschaft, kristallklaren Seen und gastfreundlichen Menschen. Hier unsere armenischen Must-Sees. Armenien ist auch zu Gast an der FESPO (Halle 3, Stand 3.048).

Must-Sees in Armenien

Hauptstadt Jerewan

Armenien wurde schon von vielen Fremdherrschern, zuletzt der Sowjetrepublik, regiert. Auch aufgrund der weitläufigen Diaspora lieben die Armenier ihr Land ganz besonders. Sie bezeichnen es auf Armenisch als „Hayastan.“ Der Name ist vom legendären König und Urvater Hayk, einem Nachfahren Noahs, abgeleitet. In der Hauptstadt Jerewan (auch: Eriwan) findet man seine Statue, dargestellt als heroischer Bogenschütze. Die Stadt ist eine der ältesten der Welt und wird aufgrund der Gebäude aus rosa Tuffstein von Einheimischen auch als „pinker Freund“ bezeichnet. Mit über 1,3 Millionen Einwohnern (von landesweit rund drei Millionen) ist die farbenfrohe Stadt die grösste Armeniens und eines der beliebtesten Reiseziele.

Unser Tipp: Schon seit 3000 Jahren wird in Armenien Wein angebaut. Die Ararat Brandy Factory, 1877 in Jerewan gegründet, mit einem zugehörigen Museum, ist einen Besuch wert.

Foto: Armenien Tourismus

Sewansee

Der wunderschöne Sewansee, die Perle Armeniens, trägt in Armenien den Kosenamen „Meer.“ Er wird von grünen Hügeln eingerahmt, ist dreimal so breit wie der Genfer See und fast 80 Meter tief. Auf einer Höhe von fast 2000 Metern gelegen, ist der Sewansee einer der grössten Bergseen weltweit. Im Sommer kann man an den schwarzen und weissen Stränden baden. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Sewan Halbinsel, die einst komplett vom Festland abgeschnitten war. Der Wasserstand sank aufgrund landwirtschaftlicher Projekte zu stalinistischer Zeit um 20 Meter.

Unser Tipp: Das Kloster Sewanawank befindet sich, wie das Gasthaus der Schriftstellerunion, auf der sehenswerten Sewan Halbinsel. Die letzten Mönche mussten während des Stalin-Regimes das Kloster verlassen. Siehe Rundreise auch unter #Buchen? TravelBistro empfielt: Frühlingsmomente in Armenien

Foto: Shutterstock

Amberd Festung

Nordwestlich von Jerewan und unweit des Aragatz, dem höchsten Berg Armeniens (4090 m), befindet sich die Amberd Festung. Wie viele weitere armenische Festungsanlagen und Kloster wurde sie landschaftlich ideal auf einem Gipfel über 2300 Meter über dem Meeresspiegel, errichtet. Amberd ist eines der wenigen erhaltenen Monumente der mittelalterlichen Militär-Architektur Armeniens. Die ersten Baumassnahmen fanden schon im 7. Jahrhundert statt. Im Mittelalter entwickelte sich Amberd zu einer der Hauptstädte des Landes. Grosse Teile der Festung wurden 1236 bei einem Angriff der Mongolen zerstört. Die schöne Kirche wurde jedoch wiederaufgebaut.

Unser Tipp: Bei einer geführten Tour durch die Amberd Festung lassen sich nicht nur die wunderschön restaurierte Kreuzkuppelkirche, sondern auch der ehemals prächtige Fürstenpalast erleben. Er war durch einen geheimen Gang mit den restlichen Gebäuden verbunden.

Foto: Armenia-Tour

Dilidschan Nationalpark

Armenien ist nur etwa so gross wie Brandenburg, verfügt aber über diverse Landschaften und vier Nationalparks. Einer davon ist Dilidschan, der 2002 u.a. zum Schutz der natürlichen Eichen- und Buchenwälder gegründet wurde. Neben den Wäldern ist Dilidschan, die „armenische Schweiz,“ für seine Seen bekannt. Sie werden von Quellen gespeist, die auch für ihr medizinisches Mineralwasser bekannt sind. Der schönste von ihnen ist der Parz See, an dessen Ufer man in einem Restaurant verweilen und die Natur geniessen kann.

Unser Tipp: Der Dilidschan Nationalpark ist ein wahres Paradies für Wanderer und Naturfreunde. Auf den 11 Wegen kann man wahre Ruhe inmitten der Wiesen und Wälder finden. Wer mag, kann auch dem Kloster Haghartsin einen Besuch abstatten – ein Muss in Armenien.

Areni

Das hübsche Dorf Areni ist vor allem für seine Weingüter und Feste bekannt. Der gleichnamige Wein ist bei Kennern beliebt. Ausserdem begannen hier 2008 Ausgrabungen, die spannende Erkenntnisse über die Anfänge menschlicher Zivilisation bieten. Steinzeithöhlen wie „Areni 1,“ in der ein 5500 Jahre alter Lederschuh – angeblich der älteste der Welt – entdeckt wurde, sind so geschichtsträchtig, dass sie bis heute noch nicht gänzlich erforscht wurden. Ein weiteres Highlight in Areni sind die Überreste des Palastes von Prinz Tarsayich Orbelian, denn sie geleiten Besucher auf eine Zeitreise zurück ins 13. Jahrhundert.

Unser Tipp: Das Kloster Norawank, etwa 6 Kilometer ausserhalb von Areni gelegen, ist vor allem für die Schnitzereien des Architekten Momik bekannt. Von der Kirche hat man einen schönen Blick über die Schlucht des Amaghu und die Strassen von Areni.

Foto: Armenia-Tour

Der heilige Berg Ararat

Armenien ist ein altes biblisches Land, das im vierten Jahrhundert als erstes Land der Welt das Christentum als offizielle Religion einführte. Laut dem Ersten Buch Mose (Genesis) kam die Arche Noah nach der Sintflut auf dem Berg Ararat (über 5100 m) zur Ruhe. Der ruhende Vulkan, der sich heute in der Türkei befindet, ist ein Armenisches Nationalsymbol und auf dem Wappen, sowie den Banknoten abgebildet. Er ist nur 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt und spürbar in Reichweite, aber dennoch in türkischem Besitz.

Unser Tipp: 40 Kilometer südöstlich von Jerewan befindet sich eine Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes, das Felsenkloster Geghard „zur Heiligen Lanze.“ Hier wurde 400 Jahre lang die Lanze, mit der Jesus von den Römern verwundet wurde, aufbewahrt. In der Nähe befindet sich auch der Garni Tempel.

Foto: Armenien Tourismus

Gjumri

Gjumri ist die zweitgrösste Stadt Armeniens und die „Stadt des Handwerks und der Künste.“ Wie auch andere Teile des Landes wurde sie 1988 von einem Erdbeben schwer beschädigt. Seitdem wurde Gjumri jedoch grösstenteils wiederaufgebaut. Besonders die erhaltene traditionelle Architektur im historischen Viertel ist sehenswert. Bei einem Stadtrundgang kann man ausserdem diverse Museen besuchen, wie z.B. die des Bildhauers Sergej Merkurow und das Dzitoghtsjan-Museum für soziales Leben und nationale Architektur von Gjumri. In der Kulturstadt findet ausserdem die sehenswerte Gjumri Biennale statt.

Unser Tipp: Ein besonderes Highlight in Gjumri ist die Schwarze Festung, Sew Berd. Sie wurde 1837 nahe der türkischen Grenze vom russischen Kaiser errichtet.

Foto: global-geography

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