Das sind die 11 Must-Sees von Indonesien

Indonesien besteht aus 17 508 Inseln, 380 Völkern und fünf Staatsreligionen. Der Inselstaat ist ein Kaleidoskop aus unterschiedlichsten Kulturen und Landschaften, von unglaublicher Schönheit.

Das sind die 11 Must-Sees von Indonesien

Die bezaubernde Stadt Yogjakarta

Das kulturelle und postkarten-idyllische Herz der Insel Java ist die Stadt Yogyakarta. Die 400 000-Seelen-Stadt ist zudem ein politisches Unikat: «Yogya» wird von einem Sultan regiert, der sich von 1000 Angestellten bedienen lässt. In dem riesigen Palastareal mit eigenen Schulen, Märkten und Moscheen leben etwa 25’000 Menschen. Authentisches Asien erlebt man im Vogel- und Tiermarkt südlich der Altstadt. In dem schmalen Gassengewirr werden Singvögel, Eulen, gefärbte Bibeli und sonstiges Federvieh verkauft. Zu sehen gibt es obendrein Schlangen, Wildkatzen und Tiere, die man nur aus einem Naturfilm kennt. Der chaotische Markt ist allerdings nichts für Menschen mit schwachen (Tier)-Nerven.

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Eine geführte Tour zu den religiösen Traditionen

Eine Reise nach Indonesien ist auch eine Reise zu faszinierenden Kulturen. Bei einer Themenführung mit einem lokalen Guide hat man auch als Fremder die Möglichkeit, einen Einblick in die andersartige Welt zu bekommen. In Yogya bietet das Kulturcafé «Via Via» verschiedene Touren an. Besonders eindrücklich ist die Stadtführung zu den religiösen Traditionen von Moslems, Hindus und Christen.

Unser Tipp: Backpacker finden hier auch ein Bett für die Nacht.

Borobodur: der schönste buddhistische Tempel der Welt

Die Buddhistische Tempelanlage Borobudur in der Nähe von Yogyakarta gehört neben den Tempelanlagen von Angkor Wat in Kambodscha und dem Pagodenfeld von Bagan (Myanmar) zu den eindrücklichsten religiösen Bauten der Welt. Über einem 118 auf 118 Meter grossen Quadrat erheben sich sechs quadratische und drei runde Terrassen, auf denen insgesamt 76 kleinere Stupas sitzen. Das 1200 Jahre alte Bauwerk ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Indonesiens.

Unser Tipp: Tagsüber wird es sehr voll. Den schönsten (und ruhigsten Moment) erlebt man bei einer Sonnenaufgangstour, die um 4.30 Uhr in Yogjakarta beginnt.

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Der Sonnenaufgang über dem Vulkan Bromo

Das Zauberwort in dem Vielinselstaat heisst «Gunung» – Vulkan – von denen es auf den 17 000 Inseln etwa 150 aktive Exemplare gibt. Der «Einsteiger»-Vulkan ist Gunung Bromo beim Städtchen Malang. Der Vulkan-Prototyp sitz inmitten einer nach Schwefel stickenden Ebene. Der Krater ist leicht zu erreichen und man kann einen Blick in den Schlund der Erde werfen. Tipp: Sehr touristisch, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis ist der Sonnenaufgang über dem Bromo. Leicht vor Ort buchbar.

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Orang Utans beobachten

Die Inselwelt ist ein Paradies für Tiger, Nashörner, Tapire, Elefanten und unzähligen Affenarten. Die bekanntesten und sicherlich eindrücklichsten Tiere sind die Orang-Utans. Traurig: Durch die Gier nach Holz und Anbauflächen für Palmöl sind die friedlichen Menschenaffen vom Aussterben bedroht. Der Besuch einer Pflegestation oder die Begegnung mit den zotteligen Tieren in freier Natur sind ein unvergessliches Highlight. Orang-Utans kann man im Gunung Leuser National Park auf Sumatra und dem Tanjung Puting Nationalpark auf Borneo (Kalimatan) sehen. Tipp: Wer sich für das Überleben der Orang-Utans einsetzen will, kann bei der Schweizer Vertretung vom «Borneo Orangutan Survival Foundation» Freiwilligenarbeit leisten oder einen Geldbetrag spenden.

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Ein Schattentheater besuchen

Indonesiens berühmteste Kunstform ist das Schatten-Marionettentheater Wayang Kulit, bei welchem flache Puppen an langen Stäben vor einer Leinwand eine Geschichte erzählen. Eine Show in einem kleinen Provinztheater ist ein Highlight – auch wenn man nichts von der Geschichte versteht.

Unser Tipp: Die kunstvollen aus Leder gefertigten Wayang-Puppen sind schöne Souvenirs.

Religiöses Brauchtum auf der Götterinsel Bali erleben

Indonesiens beliebtestes Reiseziel ist die kleine Insel Bali – einer jener magischen Flecken Erde, die man einmal in seinem Leben besucht haben sollte. Jenseits der Massentourismus-Strände im Süden (die man getrost auslassen kann) existiert hier eine fast paradiesische Idylle: Reisterrassen, die an Berghängen kleben, Menschen, die das Tropengrün mit ihren bunten Gewändern färben und der süssliche Duft myriader Räucherstäbchen, mit denen die Balinesen ihren Göttern huldigen. Eine der wichtigsten Rituale ist die Totenverbrennung. Laut dem hinduistischen Glauben von Karma und Wiedergeburt wird bei einer Kremation der Geist für ein neues Erdenleben frei. Der Verstorbene wird in einem prächtigen, manchmal meterhohen Sarg in einer langen Prozession zum Verbrennungsplatz getragen. Gäste sind bei dem Ritual willkommen. Die Touristeninformation im Städtchen Ubud organisiert Trips zu Verbrennungen.

Insider-Tipp: Das perfekte Selfie am Wassertempel Pura Tanah Lot schiessen

Von den etwa 10 000 Tempeln in Bali sind einige besonders spektakulär. Der Pura Ulu Watu Tempel im Süden der Insel thront auf haushohen Klippen über dem Pazifik. Highlight sind hier die frechen Affen, die alles klauen, was nicht tief in einem Rucksack steckt, und der allabendliche Kecak-Tanz. Sehr lohnenswert! Der meistfotografierte Tempel Balis ist der Wassertempel Pura Tanah Lot, der romantisch auf einem Felsen im Wasser steht. Wer den Touristenmassen entfliehen will, sollte morgens kommen.

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Das Hanging Gardens of Bali: eines der schönsten Hotels der Welt

Auf Bali gibt es die wahrscheinlich schönsten Hotels der südasiatischen Inselwelt. Die Luxusbungalows des Viceroy Hotels schmiegen sich an einen Urwaldhang mit Blick auf die tropische Landschaft – die man übrigens auch aus seinem privaten Pool bestaunen kann. Viele Preise hat das Hanging Gardens of Bali Hotel bei Ubud eingeheimst. Auf einem bewachsenen Hügel verteilen sich die edlen Bungalows, sodass man sich fast wie im Urwald fühlt. Der doppelstöckige Swimmingpool wurde zum besten Pool der Welt gekürt.

Foto: Hanging Gardens of Bali

Foto: Hanging Gardens of Bali

Das Inselparadies Lombok

Die unbekanntere und ruhigere Schwester Balis ist die Insel Lombok, die etwa vier Fährstunden entfernt ist. Liebhaber feiner Sandstrände, dramatischer Surfwellen und Postkarten-Reisfelder sind hier richtig. Aber man muss sich beeilen: Lombok ist dran, die nächste In-Destination Indonesiens zu werden.

Unser Tipp: Das wahre Cast-Away-Feeling gibt es auf den drei Mini-Inseln, den Gili Islands, die vor Lombok in türkisem Meer schwimmen.

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Die Unterwasserwelt entdecken

Indonesiens Inselwelt ist auch unter der Wasseroberfläche spektakulär. Taucher und Schnorchler finden hier noch intakte Korallenbänke mit einer Fischwelt so bunt wie ein Wasserfarbenkasten. Als schönste Diving-Region gilt Nord-Sulawesi um Pulau Bunaken. Hier können auch unerfahrene Schnorchler Meeresschildkröten und Haie sehen.

Unser Tipp: Wer noch mehr Wow-Effekt sucht, kann zu den Raja Ampat Inseln aufbrechen, wo es eine der weltgrössten Ansammlungen von Korallen und Meereslebewesen gibt.

 

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Wie komme ich hin Ab Zürich am besten mit den asiatischen oder arabischen Airlines wie zum Beispiel Thai Airways oder Etihad Airways.

Weitere Informationen: indonesia, viaviajogja, BOS-Schweiz, Hanging Gardens of Bali

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