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Weihnachtsgebäck: Zimetstern han i gern

Der Duft von Lebkuchen, Zimt und Vanille liegt wieder in der Luft und verbreitet festliche Stimmung im Advent. Was in der Backstube gut riecht, kommt zuhause wie auch im Büro gut an. Wir haben ein paar Tipps aus aller Welt zusammengestellt.

Weihnachtsgebäck:  Zimetstern han i gern

Der Klassiker – Zimtsterne

Mit seiner glatten, puderzuckrigen Oberfläche wirkt er wie ein frisch rasiertes Kinn oder ein gut gemachter Cappuccino – der Zimtstern ist «Everybody’s Darling» und stammt ursprünglich aus Schwaben in Deutschland. Der Guetzliklassiker gehört in jede gute Backstube und ist aus unserer Sicht ein Muss in der Adventszeit.

Foto: Shutterstock

Zutaten für zirka 50 Stück

2 frische Eiweisse

1 Prise Salz

200 gr. Zucker

1.5 EL Zimt

0.5 EL Kirsch oder Zitronensaft

350 gr. gemahlene Mandeln

 

Zubereitung

Eiweisse mit Salz in einer Schüssel schaumig rühren – Zucker beigeben und mischen.

Restliche Zutaten dazugeben und zu einem Teig zusammenfügen.

Teig portionenweise auf wenig Zucker oder zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel rund 1 cm dick auswallen. Nach Belieben Sterne (oder mit anderen Ausstechformen) Guetzli ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Offen bei Raumtemperatur zirka 6 Stunden oder über Nacht trocknen lassen.

Die Zimtsterne 4 Minuten in der Mitte des auf 240 Grad vorgeheizten Ofens backen, danach abkühlen lassen (sollten innen noch leicht feucht sein).

 

Glasur

1 frisches Eiweiss

175 gr. Puderzucker

Alles in einer Schüssel gut verrühren für das Glasieren der Zimtsterne. Die Guetzli mit der dickflüssigen Puderzuckerglasur bestreichen, wenn sie noch leicht warm sind. Danach die Zimtsterne auf einem Gitter oder Backblech auskühlen lassen.

Tipp: Falls die Glasurmasse zu dünn ist, noch ein wenig Puderzucker beigeben.

 

Der Originelle – Christstollen

Einer von Grossmutters Lieblingen ist sicherlich der Christstollen. Zugegeben – die Zubereitung dafür dauert etwas länger, dafür lohnt es sich umso mehr, um bei seinen Liebsten mit diesem süssen Gebäck zu punkten. Schmecken tut der Weihnachtsstollen übrigens ein paar Tage nach der Zubereitung noch besser. Ursprünglich war der Stollen ein Fastengebäck und wurde bereits im Mittelalter in Deutschland gegessen. Wir backen einen Stollen nach Dresdner Art.

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Zutaten für ein Christstollen

150 gr. Rosinen

½ TL Zitronenschale

50 gr. Orangeat

50 gr. Zitronat

50 gr. gemahlene Mandeln

62.5 ml Rum

425 gr. Mehl

½ Würfel frische Hefe

75 ml Milch

100 gr. Butter

1 Ei

50 gr. Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

½ Prise Salz

½ TL Zimt

¼ TL Kardamom

¼ TL Muskat

 

Zubereitung

Rosinen, Zitronenschale, Orangeat, Zitronat, Rum und gemahlene Mandeln in einer Schüssel mischen. Masse etwa eine Stunde ziehen lassen (für etwas mehr Aroma kann dies auch während mehreren Stunden über Nacht vorbereitet werden).

Mehl mit zerbröckelter Hefe in eine Schüssel geben. Milch lauwarm erwärmen, dann rund 2 EL davon mit einer Prise Zucker über die Mehl-/Hefemasse geben und kurz vermischen. Etwas Mehl darüber streuen und die ganze Masse abgedeckt in Raumtemperatur 30 Minuten aufgehen lassen.

Butter in kleinen Stückchen zum Mehl geben. Eier, Zucker und Vanillezucker mit Salz und Gewürzen darüber geben. Alles während 10 Minuten gut mischen, bis eine Teigmasse entsteht. Währenddessen nach und nach die Milch zugeben und unterkneten. Die bereits vorbereitete Früchte-Rum-Nuss Mischung dazugeben, abdecken und 30 Minuten aufgehen lassen.

Danach den Teig kurz durchkneten, in zwei gleich grosse Teile (für zwei Stollen) halbieren, in länglicher Form auswallen.

Den Teig längs zu 2/3 überschlagen und den Laib mit den Händen nochmal zurechtformen, auf das vorbereitete Backblech mit Alufolie und Backpapier legen. Die beiden Stollen zugedeckt wiederum 30 Minuten ruhen lassen.

Den Ofen auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) vorheizen und während 40-45 Minuten backen. Nach 30 Minuten Ofen um 20 Grad reduzieren.

Tipp: Falls die Stollen zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken, bis die Backzeit vorüber ist.

 

Zum Bestreichen

37.5 gr. Butter

75 gr. Puderzucker

Butter auf niedriger Hitze flüssig zergehen lassen. Die frisch gebackenen Stollen (müssen noch heiss sein) mit Butter bestreichen, abkühlen lassen. Zum Schluss nochmals mit der flüssigen Butter bestreichen und nach Belieben mit Puderzucker bestreuen.

 

Der Alltagstaugliche – Lebkuchen

Ein «Gluschtigmacher» für Klein und Gross ist der Lebkuchen. Dieser wurde in seiner heutigen Form im belgischen Dinant erfunden. Ob als Hexenhäuschen, Lebkuchenmann oder einfach in Häppchen gezaubert, wirkt der Lebkuchen nicht nur während der Adventszeit schmackhaft, sondern ist ein ganzjähriger Klassiker. Der alltagstaugliche Partymacher!

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Zutaten für ein Blech

5 dl Rahm

1 Prise Salz

3 KL Lebkuchengewürz

1 TL Natron (oder Backpulver)

1 dl Honig (oder Birnel)

250 gr. Zucker

500 gr. Weiss-/Rauchmehl

 

Zubereitung

Rahm und Salz leicht schlagen. Natron in ½ Tasse lauwarmem Milchwasser auflösen und Lebkuchengewürz dazugeben. Honig, Zucker und Mehl der Masse beigeben. Alles nochmals untereinander mischen, bis eine dickflüssige glänzender Teig entsteht.

Die Lebkuchenmasse auf das vorbereitete Backblech (oder Gratinform) verteilen, damit eine glatte Oberfläche entsteht. Während 20-30 Minuten in der Mitte des auf 180 Grad (Umluft) vorgeheizten Ofens backen (darf nicht zu trocken werden).

Tipp: Lebkuchen schmeckt nach 3-4 Tagen am besten.

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