Kulinarische Highlights in Italien

Bella Italia mit seinen regionalen Spezialitäten ist ein kulinarische Traumziel für alle Geniesser. Schon beim Gedanken daran läuft uns das Wasser im Mund zusammen. Hier sieben kulinarische Highlights der beliebtesten Regionen Italiens.

Kulinarische Highlights in Italien

Genua: Pesto

Genua ist die Hauptstadt der Region Ligurien an der italienischen Mittelmeerküste. Im Westen grenzt sie an die Côte d’Azur, im Osten an die Toskana. Aufgrund der Küstennähe sind Fischgerichte hier besonders beliebt. Ein italienischer Klassiker darf dabei aber niemals fehlen: Das Pesto. Hinter dem italienischen Wort „pestare,“ das übersetzt schlicht „zerstampfen“ bedeutet, versteckt sich ein kulinarisches Feuerwerk, das sich vielseitig kombinieren lässt. Die klassische, grüne Pesto alla Genovese wird aus Olivenöl, Basilikum, aromatischem Parmesan und Pinienkernen hergestellt.

Unser Tipp: Für echte Gourmets, die die traditionelle Herstellungsweise von Lebensmitteln wie Pesto live erleben möchten, ist die Weltmeisterschaft der Pesto-Köche in Genua ein originelles Highlight. Hier erlebt man italienische Tradition und Lebenskunst hautnah.

Foto: Shutterstock

Neapel: Pizza

Die beste Pizza weltweit findet man sehr wahrscheinlich in den lebendigen Strassen von Neapel, auf Italienisch Napoli. Neapel ist die Hauptstadt der Region Kampanien. Hier liegt überall in den Gassen der unwiderstehliche Duft von frischer Pizza aus dem Holzofen in der Luft. Übrigens: Die erste Pizza wurde angeblich 1889 für die Königin Margherita von der Pizzeria Brandi angefertigt – daher der Name Pizza Margherita. Die Tradition in Neapel reicht allerdings bis ins Jahr 1796 zurück.

Unser Tipp: Wer die Warteschlange nicht scheut, erlebt wie einst Julia Roberts im Film «Eat, Pray, Love» in der legendären Pizzeria Da Michele ein neapolitanisches Wunder. Traditionell gibt es hier nur die Sorten Pizza Margherita oder Marinara (mit Knoblauch anstelle von Mozzarella), gegessen wird an Imbiss-Tischen.

Foto: Shutterstock

Palermo: Pasta

Die Geschichte der Pasta ist so vielseitig wie lang. Die ersten Teigwaren in Nudelform wurden schon in der Antike von verschiedenen Völkern verspeist, u.a. vor 4000 Jahren von den Chinesen. Im 12. Jahrhundert dokumentierte der spanische Geograf Al-Idrisi als Erster schriftlich die fadenförmigen Teigwaren aus Weizenmehl, die in Palermo auf Sizilien zubereitet wurden. Die sogenannten «Itryah» wurden von Palermo in den Mittelmeerraum exportiert. Auch Neapel war lange Zeit eine Hochburg der Pasta-Manufaktur (Pastifici). Vielleicht um Streitigkeiten zu vermeiden, wurde das Pasta-Museum letztendlich in der italienischen Hauptstadt eingerichtet.

Unser Tipp: Seit 1992 werden im Museo Nazionale delle Paste Alimentari in Rom die verschiedensten Sorten von Pasta Corta (kurze Pasta) bis Pasta Lunga (lange Pasta) ausgestellt. Im Anschluss an den Museumsbesuch kann man sich die Pasta dann in einem der römischen Cafés schmecken lassen.

Foto: Shutterstock

Parma: Parmaschinken

Die Provinz Parma liegt nordwestlich der Grossstadt Bologna an der westlichen Flanke Italiens. Sie ist besonders für den edlen Parmaschinken bekannt. Diese mild-würzige Köstlichkeit vom Schwein wird in Salz eingelegt und anschliessend ein bis drei Jahre an der Luft getrocknet. Der natürliche Schinken, in hauchdünne Scheiben geschnitten, verfügt über eine mürbe Konsistenz. Er wird von den Italienern gern als Vorspeise auf Honigmelonenspalten serviert. Übrigens: Auch der Reibekäse Parmesan stammt aus Parma. Die Molke, die bei seiner Produktion übrigbleibt, wird an die Schweine verfüttert, die später zu Parmaschinken verarbeitet werden.

Gut zu wissen: Die einzigartige Qualität des Parmaschinkens wird durch leidenschaftlich gehegte Tradition vom Consorzio del Prosciutto di Parma sichergestellt. Dass der Parmaschinken wirklich echt und 100% natürlich ist, beweist die eingebrannte, fünfzackige Krone.

Foto: Shutterstock

Region Marken: Trüffel

Die Region der Marken (italienisch: Marche) liegt an der Ostküste Italiens. Die Hauptstadt Ancona ist ein malerischer Hafenort mit Sandstränden und Kalksteinklippen an der Adria. Im Hinterland findet man authentisch italienische Bergdörfer mit exzellenter, marchigianscher Küche. Sie hat sehr bescheidene, landwirtschaftliche Ursprünge und ist von köstlichem Simplizismus geprägt. Neben Obst und Gemüse, Fisch, Pasta (z.B. Maccheroncini aus Campofilone), Ascolanischen Oliven und Maronen sind die Marken besonders für eines bekannt: Ihre vorzüglichen Trüffel, die in 16 Arten vorkommen.

Unser Tipp: In der kleinen Stadt Acqualagna, nahe Urbino, hat man besonders gute Chancen auf die Edelpilze zu stossen. In der Trüffel-Hauptstadt werden beim Karneval im Februar sogar anstelle von Süssigkeiten Trüffel geworfen.

Foto: ENIT

Region Gardasee: Olivenöl

Der Gardasee ist aus gutem Grund eine der beliebtesten Ferienregionen Italiens: Hier ist es nicht nur landschaftlich wunderschön, sondern auch die Küche verzückt. Neben frisch gefangenem See-Fisch ist der Gardasee vor allem für seine Weine, wie z.B. der Bardolino, und das reine Olivenöl bekannt. Dank des milden Klimas werden hier schon seit der Antike Olivenbäume angepflanzt. Das hochwertige „Olio Extravergine d’Oliva del Garda” wird noch auf vielen Plantagen in traditionellen Ölmühlen gepresst.

Unser Tipp: Das ganze Jahr über finden an den Ufern des Gardasees Olivenölfeste statt und auch Weingüter verkaufen das flüssige Gold. Besonders die Ölmühle Frantoio Manestrini ist empfehlenswert.

Foto: Shutterstock

Po-Ebene: Risotto

Die norditalienische Flussebene des Po umfasst die Städte Verona, wo sich angeblich die Liebesgeschichte von Romeo und Julia entfaltete, sowie Venedig und Bologna. Venetien und die südliche Lombardei sind vor allem für ihre Reisgerichte, insbesondere das Risotto, bekannt geworden. Dieses sämige Reisgericht wird von den Italienern typischerweise wie Pasta, als erster Hauptgang (Primo Piatto), verspeist. Es wird aus hochwertigen Reissorten wie Arborio oder Vialone hergestellt, der mit Öl und Zwiebeln angedünstet und anschliessend in Brühe aufgekocht wird.

Unser Tipp: Eines der beliebtesten und renommiertesten Restaurants in Verona ist die Bottega del Vino. Neben einem köstlichen Amarone-Risotto werden hier auch ausgezeichnete Weine angeboten.

Foto: Shutterstock

#Über Autor

#Das könnte Sie auch interessieren

Anmeldung Newsletter

Die neusten Reisetipps und Inspirationen per Mail in Ihre Inbox.